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Sport1 News
  1. Daniel Andrews, Premier des australischen Bundesstaates Victoria, hat eine Sonderbehandlung für die in Quarantäne sitzenden Tennis-Profis kategorisch ausgeschlossen.

    "Hier gibt es keine spezielle Behandlung. Das Virus behandelt sie nicht speziell, deshalb tun wir das auch nicht", sagte Andrews.

    Zudem seien die Profis vor ihrer Anreise zu den Australian Open klar über die strengen Regeln informiert worden. "Die Vorstellung, dass sich etwas geändert hat, die Vorstellung, dass die Leute nicht informiert wurden, dieses Argument zieht nicht", betonte Andrews.

    72 Tennisprofis sitzen derzeit in Corona-Quarantäne. Dennoch werde das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres wie geplant ab dem 8. Februar über die Bühne gehen, hatte Turnierdirektor Craig Tiley am Sonntag dem TV-Sender Channel Nine gesagt.

    Auch die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber (Kiel) gehört zu der Gruppe von Profis, die von den Behörden nach der Einreise in strikte Quarantäne geschickt wurde. Die Spielerinnen und Spieler dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen, also auch nicht trainieren.

    Nach den Flügen aus Abu Dhabi mit Kerber und aus Los Angeles teilten die Organisatoren in Melbourne am Sonntag mit, dass auch ein Flug aus Doha betroffen ist. Damit sind inzwischen insgesamt fünf Personen positiv getestet worden. Unter den Infektionsfällen sind keine Tennisprofis, namentlich bekannt ist Sylvain Bruneau, Coach der früheren US-Open-Siegerin Bianca Andreescu (Kanada).

    Erste Profis haben offenbar bereits gegen die lokalen Quarantäne-Regeln verstoßen, weil sie ihre Zimmertür unter anderem geöffnet hatten, um sich mit anderen Spielern auf ihrem Hotelflur zu unterhalten. Nach Behördenangaben drohen Geldstrafen in Höhe von bis zu 20.000 Australischen Dollar (rund 12.700 Euro). Wer wiederholt die Vorschriften missachte, könne demnach in ein anderes Hotel mit Polizisten vor den Zimmertüren geschickt werden.

  2. Ihren 33. Geburtstag hatte sich Angelique Kerber ganz anders vorgestellt.

    Klar, die große Feier wäre am Montag in Melbourne sowieso nicht drin gewesen - doch zumindest wollte Kerber ein paar Bälle auf dem Tennisplatz schlagen, dazu Sonne und frische Luft im australischen Sommer tanken.

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    Daraus wird aber längere Zeit nichts: Nach ihrer Einreise befindet sich die dreimalige Grand-Slam-Siegerin in strikter Quarantäne, eine vernünftige Vorbereitung auf die Australian Open (ab 8. Februar) ist kaum mehr möglich.

    Kerber in Quarantäne

    Statt zumindest täglich fünf Stunden Ausgang für Training und Behandlungen zu genießen, darf die Kielerin wie 71 weitere Profis ihr Hotelzimmer zwei Wochen lang gar nicht mehr verlassen.

    "Wir sind informiert worden, dass eine Person unseres Fluges einen positiven Test hatte", schrieb Kerber am Samstag bei Twitter. Neben ihrem Flug aus Abu Dhabi waren auch Flüge aus Los Angeles sowie Doha betroffen. Insgesamt wurden bis Sonntag fünf positive Fälle bekannt gegeben, darunter aber keine Spieler.

    "Wahnsinn" - Tennis-Stars schimpfen

    Chancengleichheit ist aber schon längst nicht mehr gegeben, die Vorbereitung auf die Australian Open verkommt zur Farce: Während etwa Alexander Zverev und auch die French-Open Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies, deren Anreise nach SID-Informationen ohne Zwischenfälle verlief, ab Montag zwei Stunden täglich auf den Tennisplatz dürfen, müssen sich Kerber und Co. im Hotelzimmer bestmöglich fit halten. Angesichts dieses krassen Nachteils ließen einige Betroffene ihrem Ärger freien Lauf.

    "Wochenlanges Training und harte Arbeit sind für die Katz, weil in einem zu drei Vierteln leeren Flugzeug eine Person COVID-positiv ist", twitterte Alize Cornet und schimpfte: "Sorry, aber das ist Wahnsinn."

    Später ruderte die Französin zurück: "Ich muss mich bei den Australiern für meinen letzten (inzwischen gelöschten) Tweet entschuldigen", schrieb die 30-Jährige. Ihr Kommentar sei taktlos gewesen, "ich hätte lieber den Mund halten sollen".

    Austragung der Australian Open umstritten

    Sauer ist die Schweizerin Belinda Bencic. "Wir beklagen uns nicht darüber, in Quarantäne zu sein", schrieb sie: "Wir beklagen uns wegen ungleicher Trainings- und Spielbedingungen vor ziemlich wichtigen Turnieren."

    Doppelspezialist Krawietz leidet mit seinen Kollegen mit. "Ich hoffe, für die gibt es noch eine Lösung, dass sie irgendwie trainieren können", sagte er dem SID.

    Dass sich die lokalen Gesundheitsbehörden in ihren strengen Vorgaben erweichen lassen, ist aber unwahrscheinlich. Nachdem Australien das Virus nach monatelangem Lockdown in den Griff bekommen hat, ist die Austragung in der Bevölkerung ohnehin höchst umstritten.

    Zu mehr Akzeptanz trägt auch nicht bei, dass die zuständige Behördenchefin Emma Cassar bereits von ersten Quarantäne-Verstößen berichtete. So soll etwa ein Profi seine Zimmertür geöffnet haben, um sich mit anderen Spielern über den Hotelflur zu unterhalten.

    Kerber muss in Hotelzimmer trainieren

    Kerber und ihren Leidensgenossen bleibt also nichts anderes übrig, als alleine im Hotelzimmer kreativ zu werden. So spielte Bencic Tennis mit der Fensterscheibe, der Uruguayer Pablo Cuevas und die Kasachin Julia Putinzewa droschen Bälle gegen Matratzen an der Wand. Freilich ist das nicht mehr als ein Zeitvertreib.

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    Nach der Isolation würde sie "mindestens drei Wochen brauchen, um wieder in einer anständigen Form zu sein", schrieb die Rumänin Sorana Cirstea.

    Jedoch bleibt nach der Quarantäne nur noch rund eine Woche für Training auf dem Court. Eine erneute Verschiebung der Australian Open schloss Turnierdirektor Craig Tiley in einem Interview mit Channel Nine bereits aus und versprach: "Wir werden alles dafür tun, den Profis akzeptable Umstände zu schaffen."

  3. Obwohl 47 Tennisprofis in Corona-Quarantäne sitzen, denken die Organisatoren der Australian Open in Melbourne nicht an eine Verschiebung.

    Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres werde wie geplant ab dem 8. Februar über die Bühne gehen, sagte Turnierdirektor Craig Tiley dem TV-Sender Channel Nine.  

    Auch die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber gehört zu der Gruppe von 47 Profis, die von den Behörden nach der Einreise in strikte Quarantäne geschickt wurde.

    Die Spielerinnen und Spieler dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen, also auch nicht trainieren. Nach der Ankunft von zwei Flügen, darunter auch der von Kerber aus Abu Dhabi, waren insgesamt drei Personen positiv getestet worden.

    "Wir wussten immer, dass es in der Pandemie ein gewisses Risiko gibt", sagte Tiley: "Aber die Australian Open werden gespielt, und wir werden alles dafür tun, den Profis akzeptable Umstände zu schaffen." Probleme werde es allerdings wohl mit den geplanten Vorbereitungsturnieren geben.

  4. Angelique Kerber war gerade erst in Australien angekommen, da steckte die deutsche Nummer eins schon mitten im Corona-Chaos.

    Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin befindet sich nach ihrer Einreise in strikter Quarantäne und darf wie 46 weitere Tennisprofis in den nächsten 14 Tagen ihr Hotelzimmer in Melbourne nicht verlassen. Ihre Vorbereitung auf die Australian Open ist empfindlich gestört.

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    "Wir sind informiert worden, dass eine Person unseres Fluges einen positiven Test hatte. Als Konsequenz muss sich jeder an Bord 14 Tage in seinem Zimmer isolieren", schrieb Kerber am Samstag bei Twitter.

    Bei dieser Person handelt es sich offenkundig um Sylvain Bruneau, den Trainer der ehemaligen US-Open-Siegerin Bianca Andreescu.

    Der Kanadier gab am Samstag in einem Statement bekannt, er sei "soeben positiv getestet worden, nachdem ich aus Abu Dhabi angereist war. Ich bin extrem betrübt und bedauere die Konsequenzen, die nun auf den Schultern aller liegen, die meinen Flug mit mir teilen."

    Kerber in Quarantäne - Siegemund nicht betroffen

    Ursprünglich war geplant, dass die Sportler während der obligatorischen Quarantäne maximal fünf Stunden am Tag trainieren dürfen, um sich auf den Start in Melbourne (ab 8. Februar) vorzubereiten.

    Das ist für die einstige Weltranglistenerste und ihre Leidensgenossen nun verboten - und bedeutet: Training auf dem Tennisplatz ist der Melbourne-Siegerin von 2016 nicht erlaubt, Fitness nur im Hotel möglich.

    Laura Siegemund bestätigte dem SID am Samstagmittag, dass sie bisher nicht betroffen sei.

    Wie die Veranstalter mitteilten, waren insgesamt drei Fälle bei zwei Charterflügen nach Melbourne aufgetreten. Es handelt sich offiziellen Angaben zufolge allerdings nicht um Spieler. Betroffen waren demnach ein Flug aus den USA sowie der Flug mit Kerber aus Abu Dhabi.

    Die Namen der unter strikter Quarantäne stehenden Spieler nannten die Organisatoren nicht. 

    Australian Open geben 25 Millionen aus

    "Wir kommunizieren mit jedem auf diesem Flug. Insbesondere der Gruppe von Spielern, um ihre Bedürfnisse so gut wie möglich zu berücksichtigen", hatte Turnierdirektor Craig Tiley erklärt, nachdem die positiven Tests beim ersten Flug bekannt wurden.

    Wenig später betätigten die Veranstalter auch den Fall auf der zweiten Maschine mit Kerber an Bord.

    Der Aufwand der australischen Organisatoren ist enorm, um das Turnier inmitten der Pandemie über die Bühne zu bringen. Spieler und Begleitpersonen werden derzeit mit Chartermaschinen eingeflogen. Über 25 Millionen Euro soll das strenge Bubble-Konzept kosten. 

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    Die Topstars wie Novak Djokovic, Rafael Nadal, Dominic Thiem oder Serena Williams verbringen aufgrund von Platzmangel in den Hotels ihre Quarantäne aber nicht in Melbourne, sondern in Adelaide. In der dortigen Bubble, teilten die Veranstalter mit, gebe es keinen aktiven Fall.

    Djokovic, Nadal und Thiem weichen aus

    Ohnehin war das Turnier vom ursprünglichen Termin (18. Januar) drei Wochen nach hinten geschoben worden, damit die Profis die strengen Einreisebedingungen Australiens erfüllen können. Die Qualifikation fand zudem in Doha/Katar statt.

    In Down Under ist die Austragung umstritten. Dank harter Maßnahmen ist Australien bisher gut durch die Pandemie gekommen.

    Warum, fragen die Menschen sich, wird dann jetzt mehr als 1000 Personen die Einreise erlaubt - zwar für ein wichtiges, aber eben auch nicht unbedingt notwendiges Sportevent.

  5. Dem zweimaligen Wimbledonsieger Andy Murray und der früheren US-Open-Finalistin Madison Keys droht nach positiven Coronatests das Aus für die Australian Open.

    Wie verschiedene britische Medien am Donnerstag übereinstimmend berichteten, befindet sich der 33 Jahre alte Schotte in London in Quarantäne.

    Keys in Isolation

    Keys, Nummer 16 der Welt, bestätigte ihr positives Testergebnis vor dem geplanten Abflug. Sie befinde sich in Isolation und werde in den kommenden Wochen keine Matches spielen können, schrieb die Amerikanerin bei Twitter.

    Murray sollte eigentlich an diesem Wochenende in Melbourne eintreffen, hofft nun jedoch darauf, zu einem späteren Zeitpunkt nach Australien fliegen zu können.

    Eigentlich hatten die Organisatoren den Tennisprofis aus aller Welt nur ein dreitägiges Zeitfenster bis zum 17. Januar für die Einreise nach Australien in eigens dafür gecharterten Flügen gestattet. Nach der Ankunft ist eine 14-tägige Quarantäne zwingend vorgeschrieben. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 8. Februar.

    Der zweimalige Olympiasieger Murray, der in Melbourne trotz fünf Finalteilnahmen noch nie den Titel gewinnen konnte, hatte als Nummer 123 der Weltrangliste eine Wildcard erhalten. Aus Angst vor einer möglichen COVID-19-Erkrankung hatte er zuletzt extra auf die geplante Reise zum ATP-Turnier in Delray Beach/Florida verzichtet, da er "im Hinblick auf die Australian Open jedes Risiko minimieren" wollte.

    Wie Murray hofft auch Dominic Thiems Trainer Nicolas Massu auf die Erlaubnis für eine spätere Einreise. Der Coach des österreichischen US-Open-Siegers war ebenfalls kurz vor dem Abflug nach Australien am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden.